KrugParade_3475aa.JPG

27.05.2016

NAchlese 15. Schartners Samstag - KRUG

EINE LIEBESERKLÄRUNG UND DANKSAGUNG
CHAMPAGNE KRUG

VORWEG: DASS ICH DIESE LIEBE MIT MEINER FRAU TEILEN DARF, MACHT SIE UMSO BEDEUTUNGSVOLLER.
Es ist nicht der Name, nicht der einhergehende Habitus des Brands, nicht die damit verbundene Trunksucht, nicht der Glaube, damit zu dem obersten Achtel dieser Welt zu gehören, nicht weil es ohne Beispiel wäre, nicht aus protzigen Gehabe.
ES IST, UM ES MIT DEN WORTEN DES CONNAISSEURS AUGUST F. WINKLER ZU SAGEN:
 ÖFFENTLICH ERLAUBTES AUSLEBEN DER WOLLUST!

Und man vergebe mir diesen Absolutismus, eines der besten Getränke dieser Welt.

Aufgeregt und bewegt starteten wir am 23. April 2016 den 15. Schartners Samstag pünktlich zum Mittag in unserer neuen Räumlichkeit, der BOX NOIR.

Der Hausherr textete eine kurze Einleitung und freudige Vorrede, dazu serviert ein feines Glas 2012 Pouilly-Fuissé Tête de Cru aus dem Château Fuissé (www.chateau-fuisse.fr) aus der Magnum.

DIE ERÖFFNUNG - KRUG GRANDE CUVÉE.
(Weine aus bis zu 10 verschiedenen Jahrgängen) aus der Magnum, dazu unglaublich „fluffige“ und geschmackvolle Weißwürste von der Metzgerei Walch (www.metzgerei.walch@t-online.de) aus Kreuth beim Tegernsee.

Diese Grande Cuvée (Grundwein aus der Jahrgang 2006) bestach durch subtile Aromen nach weißem Klar-Apfel, Limonen, weißen französischen Nektarinen und einer Nuance von floralen Düften, kernig und kraftvoll, am Gaumen Zitrus und Weißbrot, man trinkt kleine klare Perlen, die im Mund explodieren, ein wahrlich nachhaltig strukturierter Wein mit Suchtfaktor.

Meine liebe Christiane, was mach ich ohne Dich? Dein Kaviar-Ei auf Sauerrahmspiegel und Kartoffelstock stand dem Deiner Freundin Lisl Wagner-Bacher (www.landhaus-bacher.de) nicht nach. Es gab Imperial Gold Beluga Kaviar aus dem Kaspischen Meer und Albino Imperial Gold Kaviar aus dem Amur Fluss. Ein Augen- und Gaumenschmaus feinster Güte - die Panade des perfekten 5 Minuten Eis war eine Offenbarung. Die Gäste waren mehr als angetan und ich war und bin stolz auf Dich.

ALS BEGLEITUNG GAB ES KRUG 2000 AUS DER MAGNUM.
Hier lasse ich meinen Freund August F. Winkler zu Wort kommen (www.die-feinschmeckerey.com): „Diese Cuvée aus 42 Prozent Pinot Noir, 43 Prozent Chardonnay und 15 Prozent Pinot Meunier besticht jahrgangsbedingt durch eine reiche Aromatik mit reifen Noten à la frisch aus dem Rohr geholtem Gebäck, Nougat, Haselnuss, Quittengelee sowie Williamsbirne, Zirtrusfrüchten wie kandierten Kumquats und Karamell. Geschmacklich nimmt man weiche Töne wahr, im Hintergrund machen sich etwas Mokka nebst Marzipan und eine zarte Honigsüße bemerkbar. Das ist ein außergewöhnlicher Champagner mit exzentrischem Esprit und der Kraft eines Stars. Der 2000er lässt sich mit KRUGs aus wärmeren Jahren wie 1947, 1959, 1976, 1982 und 1989 vergleichen.“

Man kann es nicht besser kommentieren. (Bitte lesen Sie: die –feinschmeckerey Journal 14/2016).

Dass bei so einem KRUG-Event hoher Besuch aus Frankreich anreiste, war eine Freude.
Frau Jessica Julmy (eine bildhübsche und blitzgescheite Walliserin) - Weltchefin Development und Marketing Champagne KRUG-gab uns die Ehre. Sie erläuterte uns Vergangenes, Gegenwärtiges und Künftiges aus dem Hause KRUG. Charmant, unaufdringlich, elegant und mit viel Esprit!

ALS NÄCHSTEN WEIN KREDENZTEN WIR KRUG CLOS DU MESNIL 2003.
Dieser einzigartige Blanc de Blancs (100% Chardonnay) rang vielen Gästen ein zustimmendes Raunen ab. Er braucht Zeit im großen Burgunder-Glas von Zalto (www.zaltoglas.at) – keine Champagnerflöte wird diesem Wein gerecht. Reife, rote Williamsbirnen, Orangenschale, gebrannte Haselnüsse, dichte Perlage. Dem Jahrgang geschuldet, am Gaumen und bei den Rückaromen ein klein wenig bitter, trotzdem mit ausgeprägter Mineralik, ein bisschen Walnusshaut, jedoch nicht mit der Länge versehen, wie zum Beispiel die 1982, 1988, 1990, 1996, 2000, 2002 Mesnil.

1979 wurde der erste Clos du Mesnil aus dem lediglich 1,85 Hektar großen Weingarten ausgeliefert. Ein Wein, der Genießer auf der ganzen Welt sofort in den Bann zog.

HALLELUJA UND DANKE FÜR DIE MÖGLICHKEIT, DEN NACHGEFOLGTEN KRUG CLOS D’AMBONNAY 2000 GETRUNKEN ZU HABEN.
Pinot Noir, wie er besser nicht sein kann. Ein Blanc de Noirs, wo man selbst als Liebhaber für einen kurzen Moment den ebenfalls unglaublichen Preis vergisst und sich sagt: was soll es? Im täglichen Leben lehne ich diesen Wesenszug zutiefst ab, aber bei diesem Wein stellte sich ein leichter Gier-Effekt bei mir ein. Preiselbeeren, Himbeeren, Veilchen. Balanciertes Monument mit einem unglaublichen Druck und subtilen mineralischen Noten am Gaumen. Wenn Sie diesen Champagner schlucken, dann hört der nicht auf zu schmecken, seine Rückaromen sprechen mit Ihnen weiter. Ich bekam Herzklopfen ob der Komplexität und des Facettenreichtums dieses Weines. Niederknien und dem Himmel danken, dass man so etwas trinken durfte.

Anatevka: einmal richtig reich sein,…………..………….! Vermeintlich einer der besten Schlucke Wein, die ich je trank!

ZUM DESSERT - DAS CHAMPAGNERSÜPPCHEN
mit Ragout von französischen Erdbeeren und peruanischer Mango von unserem Freund Markus Keller (www.gemuesering.de) begleiteten wir korrespondierend mit dem KRUG Rosé.

August F. Winklers wunderbare Kommentation bitte:
„Der Typ des Rosés hat sich in der Champagne recht spät entwickelt, dafür umso kräftiger. Lange Jahre haben sich die Kellermeister geziert, einen Rosé zu keltern – der erschien ihnen als Sakrileg, ein Champagner habe weiß zu sein, punktum! Davon ist keine Rede mehr, jedes namhafte Haus erzeugt einen Rosé.
Im Gegensatz zu vielen Rosés mit dunkler Kirschsaftfarbe und beerig-lieblicher Art besticht der KRUG durch seine Ernsthaftigkeit abseits des üblichen Rosé-Klamauks. Seine Farbe ist eine zarte Schattierung aus Bernstein, Kupfer, Lachs, Zwiebelschale und Gold. Er ist facettenreich, duft- und geschmacksmäßig geprägt von feiner Herbe mit Noten von Strauchblüten, Walderdbeere, Zitrusfrüchten (Blutorange), weißem Pfirsich, Johannisbeeren und Honig sowie Windbeutel nebst Gewürznelke und Veilchen. Der erste Rosé Krug’scher Prägung stammt vom Jahrgang 1983. Die Cuvée besteht aus 59 Prozent Pinot Noir, 33 Prozent Chardonnay und 8 Prozent Pinot Meunier – in der Regel werden um die fünf bis zehn Prozent Pinot Noir extra einige Stunden lang mitsamt den Schalen angegoren, bis die gewünschte Farbe erreicht ist.“
„Macht ihr keinen Rosé?“, ist Henri Krug immer wieder gefragt worden. Seine Antwort: „Ja, wir denken daran, aber er muss anders sein als die anderen: leichter, schlanker, trockener, dabei fruchtig.“

ZUM GUTEN SCHLUSS EIN FINALE FURIOSO - NEBEN EINANDER STANDEN 2 ZALTO UNIVERSALGLÄSER.
Im Linken KRUG Grande Cuvée und im Rechten KRUG Grande Cuvée 158 ème Édition.
Es war unseren Gästen und mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, dass es so eine Grande Cuvée Edition gibt. Der Unterschied ist lediglich das Grundweinjahr dieser Multi-Cuvée. Dieser Unterschied hat es jedoch in sich und wird nur in ausgewählten, sogenannten „großen“ Jahrgängen erzeugt.
Die 158ème Édition greift auf den Superjahrgang 2002 zurück. Alles, was wir bei der Grande Cuvée so schätzen, mundet bei der Édition noch intensiver, gehaltvoller, komplexer und Entschuldigung, einfach göttlicher!
Margareth „Maggie“ Hernandez, CEO KRUG, sagt:
„Wir sind die Grace Kelly unter den Champagnern, womit Sie ausdrücken will, dass echte Eleganz immer diskret sei.“

CHAMPAGNE KRUG, DISKRET ODER LAUT – WIR LIEBEN DIESE CHAMPAGNER!!!!

Ich danke allen Gästen, die bei diesem außergewöhnlichen Mittag dabei waren.
Ich danke Frau Jessica Julmy / Champagne KRUG.
Ich danke Herrn Tim Hartdegen / Moet Hennessy.
Ich danke Herrn Roger Seiffge / Moet Hennessy.
Ich danke meinem Freund „Obi“ Oberkamm (www.augustenstueble.de).
Ich danke unseren Mitarbeitern und unserem Service,
und ich danke meiner lieben Frau Christiane.

GrandeCuvee_e40ffe.JPG
Clos_du_Mesnil_2003_4707b9.JPG
Ambonnay_ea3317.JPG
KrugKapsel_5309d1.JPG
Krug_134076.JPG
KrugKollektion_1985_b1d3af.JPG