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24.09.2013

Nachlese 5. Schartners Samstag - Grüner Veltliner Wachau

Am 7. September war es wieder soweit. Der 5. Schartner’s Samstag fand statt, mit zwei Protagonisten, die aus einem Teil der Welt kamen, der seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe gezählt wird, der WACHAU.

Emmerich Knoll jun., der neue „Chef“ der Vinea Wachau Nobilis Districtus und der ewig junge Franz Hirtzberger waren mit Ihren lieben Frauen, Anja und Irmgard, da und wussten vielerlei über ihre Weine von der Rebsorte Grüner Veltliner zu erzählen.
Was macht eine, bis auf wenige Ausnahmen, „österreichregionale“ Rebsorte in aller Welt so beliebt und bekannt?
Der Grüne Veltliner ist ein authentischer Wein, er bringt in jeder Weinkategorie große Trinkfreude und ist ein absoluter Allround- Solitär unter den Rebsorten dieser Welt.

Meine Frau Christiane kochte gefüllte Kalbsbrust mit Erdäpfelsalat und Topfenstrudel, mein Freund Obi (www.augustenstueble.de) und unsere Mitarbeiter schenkten perfekt ein und genannte Winzer kommentierten Ihre Weine.


HIER MEINE ZUSAMMENFASSUNG DES 5. SCHARTNER SAMSTAG.

Den Gaumen mit 2008er Sekt von Willi Bründlmayer (www.bruendlmayer.at) erfrischt,
starteten wir mit einer zarten und duftigen 2012er Steinfeder, Lage Donaugarten, von Hirtzberger und einer duftigen 2012er Veltliner Lagen-Cuvée Federspiel von Knoll. Beide Weine vermittelten einen klaren, unkomplizierten Weingenuss für jeden Tag, um nicht zu sagen für jede Stunde.

Weiter ging es mit 2012 GV Kreutles Federspiel von Knoll, zusammen mit 2012 GV Rotes Tor von Hirtzi. Der Kreutles ein „weiniger“ Veltliner, das Rote Tor kühl, rauchig und sehr feinnervig.

In RUNDE 3 stellten wir die ersten Smaragde vor: 2011 Loibenberg versus 2011 Rotes Tor. Ich meine, beide Winzer waren selbst ein wenig verwundert, trotz vorheriger ausreichender Belüftung der Flaschen, wie verschlossen sich diese jungen Eidechsen-Weine doch noch zeigten. Allerdings deuteten diese beiden erstservierten Smaragde schon an, mit welchem Potential Weine dieser Art und Gradation ausgestattet sind.

Was sich auch in den darauffolgenden FLIGHTS sofort zeigte: 2007 Loibenberg und 2005 Rotes Tor sowie nachfolgend 2001 Loibenberg, begleitet von 1998er Rotes Tor aus der Magnum – alles Smaragde.
Holla die Waldfee, ein erstes Raunen war bei unseren Gästen zu vernehmen. Ich vermag nicht zu kommentieren, welcher der bessere der vier Weine war – jedoch aus einem Jahrgang wie 1998, ein verregneter Herbst und Edelfäule allerorten, einen Wein der Kategorie Smaragd wie diesen zu keltern – Chapeau!


Was danach kam, wir waren gestärkt von leckerster Speise, war eine Demonstration von dem Machbaren aus der Kreuzung Traminer x St. Georgener = Grüner Veltliner.
Vorweg gebe ich zu, dass ich ob meiner Herkunft und Veltliner Leidenschaft nicht ganz unvoreingenommen über diese Weine zu berichten vermag. Was ich gleichwohl sagen kann, ist, dass viele der Gäste mit unseren Winzern und mir übereinstimmten und den Weinen das Attribut „Weltweine“ zugestanden.

In der 6. RUNDE fühlten wir uns an die Dritte erinnert. 2011 GV Vinothekfüllung Smaragd gegen 2011 GV Honivogl Smaragd. Jedoch im Gegensatz zur Runde 3 waren diese beiden Weine noch viel komplexer, dichter und verwobener. Nur im Ansatz präsentierten sie ihre unglaubliche Kraft und Textur. Weine, die erst in ein paar Jahren ihr wahres „Geschmacks-Vermögen“ preisgeben werden und trotzdem bereits unglaublich beeindrucken.

DANACH kamen 2007 Vinothekfüllung Smaragd und ihm gegenüber 2006 Honivogl Smaragd. Die gelbfärbige Vinothekfüllung war fast Riesling anmutend, mit minimaler, edelfauler Duftnote durchsetzt, exotischem Fruchtflair und überragender Finesse.
Der goldene Honivogl, mächtig wie ein Corton Charlemagne, der seine Muskeln spielen lässt, wurde begleitet von herrlichen Aromen getrockneter Ananas, Maracuja und Birne, gepaart mit feiner Mineralik.

DANN war da noch die 2001er Vinothekfüllung Smaragd, die mit dem 2004er Honivogl Smaragd aufgetragen wurde. Zwei perfekt gereifte Weine, die nochmals eindrücklich offenbarten, was in dieser Rebsorte stecken kann, wenn zwei Meister sie so interpretieren.
Beide Weine haben ein qualitatives Rüstzeug für weitere 8-12 Jahre Flaschenreifung und sind mit allen Anlagen großer Weine ausgestattet. Niederknien und Danke sagen!


 

DANKE DEN KNOLLS,
DANKE DEN BEIDEN HIRTZBERGERS UND
DANKE AN ALL UNSERE GÄSTE, DIE SICH DEN GENÜSSEN AUS KELLER UND KÜCHE HINGABEN.

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